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Unflexibel & überteuert - Reiseversicherungen im Internet

Unflexibel & überteuert - Reiseversicherungen im Internet

Nicht nur wir warnen seit jeher vor vermeintlich günstigen Online-Reiseversicherungen. Auch der VKI (Verein für Konsumenteninformation) rät dazu, die Reiseversicherung separat zu buchen. Sieben Portale nahm der VKI unter die Lupe - das Ergebnis fiel dabei alles andere als günstig aus.

Wer eine Reise bucht, der erfreut sich zumeist an der Wahl des Urlaubsortes, jedoch nicht an der Wahl der geeigneten Versicherung. Das wissen auch die Betreiber von online-Reiseportalen und bieten ein scheinbar perfektes Versicherungspaket per Mausklick an. Zwar scheinen die Prämien auf den ersten Blick recht günstig, doch liest man das Kleingedruckte stellt man schnell fest, dass dahinter auch kaum eine Leistung steht oder aber andere Finten, über die man besser nicht stolpern sollte.

Gängige Tricks

Der VKI widmete sich in seiner Zeitschrift „Konsument“ nun sieben online-Reiseportalen und stellte in erster Linie fest, dass hinter den günstigen Prämien auch eine recht überaschaubare Leistung steht. Doch damit nicht genug: Buchende würden häufig im Unklaren gelassen, für welchen Zeitraum die Versicherung nun gültig sei und es sollte auch niemanden überraschen, wenn sich das Versicherungspaket nach einer Laufzeit von einem Jahr automatisch verlängert. Auch das aggressive Drängen viel dem VKI negativ auf, beispielsweise, wenn der Buchende gefragt wird „Ist das wirklich eine gute Entscheidung?“ und sich parallel ein signalrotes Warnfenster öffnet und auf teure Umbuchungen und Stornos oder aber einen Prozentsatz erkrankter Urlauber hinweist. Ein anderes für den VKI kritisches Thema sind die verhältnismäßig hohen Selbstbehalte – im Stornofall können diese nämlich schon mal bei 20 Prozent liegen. Der VKI stellte zudem fest, dass es auch garnicht so unüblich sei, dass der Verbraucher über Vertragsbedingungen oder Leistungen garnicht erst informiert werden würde.

Gängige Tipps
Um garnicht erst in die Gefahr zu kommen und von einem Reiseportal und deren Versicherungsangebot überrumpelt zu werden, empfehlen VKI und wir, die Reisebuchung und die Wahl des Versicherungsschutzes unbedingt zu trennen und auf eine solide und den Reisebedingungen angepasste Versicherungslösung zu setzen. Eine Reisekrankenversicherung übernimmt beispielsweise Behandlungskosten in jenen Ländern, die kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich haben, oder aber wo die Behandlungskosten teurer sind, als in Österreich. Neigt man zu Extremsportarten, so sollte man an eine zusätzliche private Unfallversicherung denken und wer Angst vor dem Verlust seines Gepäcks hat, dem raten wir: Wer sein Gepäck nicht ständig im Auge behält, bekommt von den Versicherungsunternehmen sowieso keine Leistung. Der Verlust eines Koffers ist eben nicht existenzbedrohend.
Im übrigen: Im Schadensall ist das Versicherungsunternehmen der Ansprechpartner und nicht die Buchungsplattform – wie mühsam dieser Prozess sein kann, davon kann der VKI ein Liedchen singen.
Wer seinen Urlaub also wirklich sorglos verbringen möchte, der setzt besser auf echte Versicherungskompetenz. (Kontakt!)

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